Nintendo Switch: Die GPU ist der Schlüssel zur Installation von „Homebrew“-Anwendungen

Hersteller von Spielekonsolen mögen Hacker prinzipiell nicht. Die Beziehung zu Nintendo war dabei stets sehr prekär. Sehen einige Hacker es einfach als sportliche Herausforderung an, sorgt das Knacken des Konsolen-OS oft für finanzielle Schäden bei der Herstellern, da früher oder später Raubkopien auf den Konsolen laufen. Auf der diesjährigen Hackerkonferenz 34C3 des Chaos Computer Clubs zeigte das „SwitchBrew“-Team, wie sich die Schutzfunktionen der Nintendo Switch geknacken lassen.

Das Umgehen der Schutzfunktion erfolgt über den verwendeten Grafikchip der Switch. Nintendo setzt verbaut hier einen nicht modifizierten NVIDIA Tegra-Chip. Dieser enthält eine Hintertür, die NVIDIA für sich eingebaut hat.

Nintendo Switch: Die GPU ist der Schlüssel zur Installation von „Homebrew“-Anwendungen

Einfach ist das Umgehen der Schutzfunktion dabei nicht. Spiele und Dienste laufen in Sandboxen in speziellen Sicherheitszonen und setzen dabei auf Filter und Freigabelisten. Zudem gibt es eine „Trust Zone“ in der beispielsweise Schlüssel gespeichert werden. Bekannte Angriffspunkte, beispielsweise über modifizierte Spielestände, bietet die Nintendo Switch nicht.

Zudem muss die Konsole auf der Switch Firmeware 3.0 sein, damit der Homebrew Launcher der Hacker ausgeführt werden kann. Das Video zeigt, wie die Hacker vorgehen um zum aktuellen Stand des Exploits zu kommen.

Es gibt noch kein konkretes Datum, wann Homebrew-Apps auf der Nintendo Switch zur Verfügung stehen. Der Hacker Plutoo verspricht jedoch bald. Interessierte Leser sollten dabei berücksichtigen, dass mit dem Hacken des Betriebssystem die Garantie der Konsole erlischt.

Persönliche Meinung

Einen direkten Nutzen von Homebrew-Apps sehe ich für mich nicht. Das Spielen von Raubkopien ist für mich irrelevant. Nintendo würde jedoch gut daran tun, die Konsole für Apps wie YouTube, Netflix oder Cloud-Dienste wie Dropbox oder Google Drive zu öffnen. Mir persönlich gefällt die Konsole sehr gut. Einen ausführlichen Nintendo Switch Testbericht gibt es ebenfalls hier auf RandomBrick.de.

Quelle: engadget.com

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