Review: Google Chromecast – Der Internet Streaming Stick
Googles Chromecast ist mit seinen 35 € (30 Pfund) grundsätzlich nicht teuer und als der Streaming Stick vor kurzem für etwa 25 € (20 Pfund) im Angebot war, musste ich einfach zugeschlagen. Der kleine HDMI Stick verschwindet unscheinbar hinter dem Fernseher und verrichtet dort tadellos seinen Dienst. Was genau ist Google Chromecast und wie funktioniert der Stick?
Google Chromecast ist in 2 Minuten angeschlossen und benötigt maximal weitere 5 Minuten zur Einrichtung. Der Stick wird per HDMI an den Fernseher angeschlossen. Die Stromversorgung erfolgt via USB. Entweder verfügt der Fernseher über einen freien USB Port oder es wird der beigefügte Netzstecker verwendet. Fertig. Den entsprechenden HDMI Eingang am Fernseher ansteuern und das Installationsmenü begrüßt euch.
Per Chromecast App kann der Stick eingerichtet werden. Alle Anweisungen finden sich auf der entsprechenden Seite von Google. Sobald Chromecast von der App im WLAN gefunden wurde, wird ein Update aus dem Internet installiert und anschließend ist der Stick fertig eingerichtet und bereit für das Streaming. Wichtig: Chromecast muss im selben WLAN wie das Smartphone oder der Laptop sein.
Bei der Nutzung des Chomecast muss man wissen, dass stets ein externes Gerät zur Steuerung benötigt wird, die Daten selbst holt sich der Stick aber direkt aus dem Internet und werden nicht über das Drittgerät an den Chromecast gesendet. Ausnahme bildet das Streamen des gesamten Computer Bildschirms an Chromecast. Via iOS, Android, Chrome-Browser oder Chromebooks wird dem Streaming-Stick mitgeteilt, was auf dem Fernseher betrachtet werden möchte.
Sehr gutes Beispiel ist YouTube. Über die YouTube App wird das entsprechende Video ausgewählt und über das Chromecast Symbol dem Stick mitgeteilt, dass dieses auf dem Fernseher betrachtet werden soll. Der Stick streamt das Video direkt aus dem Internet und nicht über das Smartphone. Bricht die Verbindung zum externen Gerät ab, wird die Chromecast-Wiedergabe dadurch nicht unterbrochen. Noch sind nicht alle Geräte mit Chromecast kompatibel. Auch müssen App-Entwickler die Unterstützung ihrer Apps hinzufügen. Die Liste der verfügbaren Apps wird jedoch immer länger.
Gleiches gilt für das Streamen über den Browser. YouTube Video auswählen und an Chromecast senden. Wie bei der App können weitere Videos in eine Playlist eingefügt werden. Diese werden dann der Reihe nach abgespielt. Das Starten eines Videos ist mit einer kurzen Wartezeit verbunden. Auch das Vorspringen im Video erzeugt eine längere Wartezeit als im Browser oder der App, weshalb es nicht an der Internetverbindung liegen kann.
Anstatt den Inhalt einer Anwendung, wie YouTube, lässt sich auch ein einzelner Browser-Tab oder gleich der ganze Computer-Bildschirm an Chromecast streamen. Beides erfolgt jedoch mit etwas Zeitverzögerung. Einzelne Tabs funktionieren soweit ganz gut, auch Videos und Sound kommen meistens sauber an. Streamt man den ganze Bildschirm an Chromecast, ist das aktuell nur für Bilder brauchbar. Videos ruckeln und der Sound stottert. Zudem ist ein flüssiges Arbeiten kaum möglich, da die Maus spürbar verzögert reagiert.
Grundsätzlich ist aber die Unterstützung von Apps auf Smartphones und Tablets deutlich interessanter. Hier können Inhalte direkt aus dem Internet auf den Fernseher gestreamt werden, während das Smartphone dabei die Steuerung übernimmt.
Persönliche Meinung
Der Chromecast macht das Streamen von Inhalten auf den Fernseher so einfach wie nie. Auch wenn noch nicht alle Geräte und Apps unterstützt werden, besitzt der kleine Stick großes Potential. Meine bevorzugten Anwendungsgebiete. YouTube Clips auf dem Fernseher betrachten anstatt auf dem kleinen Smartphone-Display. Zudem schaue ich vieles was im Fernsehen kommt über die entsprechenden VideoOnDemand Dienste. Die BBC besitzt dazu eine hervorragende App in Großbritannien. Das Browsen durch die Datenbank ist super einfach und im nu kann die verpasste Serie nachgeholt werden.
Zur Zeit wohne ich noch in England, weshalb mir dank britischer IP-Adresse der Zugriff auf viele deutsche TV-Angebote verwehrt bleibt. Ein interessantes Angebot für deutsches Fernsehen bietet Zattoo, welches ich testen wenrde, sobald ich wieder in Deutschland bin.

Geek, Blogger, Consultant & Reisender. Auf seiner Detail-Seite findest du weitere Informationen über Benjamin. In seiner Freizeit schreibt Benjamin bevorzugt über Technik-Themen. Neben Anleitungen und How-To’s interessieren Benjamin auch Nachrichten zur IT-Sicherheit. Sollte die Technik nicht im Vordergrund stehen, geht Benjamin gerne wandern.